Tips vom Schornsteinfeger
- damit Sie lange Spass an Kachelofen, Kaminofen und Kamin behalten.
Woran erkennt man eine gute Holzverbrennung?
· An feiner, weißer Asche: sie zeigt eine saubere Verbrennung
· Dunkler Holzrauch hingegen weist auf eine schlechte Verbrennung hin.
· Glanzruß: Wenn sich der im Holzrauch enthaltene Holzteer an kalten Flächen niederschlägt und sich schließlich einbrennt, entsteht lackähnlicher "Glanzruß". Glanz- oder Pechruß behindert den Wärmeübergang, er isoliert. Ein Millimeter Rußbelag auf den Wärmetauscherflächen senkt den Wirkungsgrad der Feuerstätte um beinahe 10 % und erhöht die Abgastemperatur um bis zu 50°.
· Der Rauch unmittelbar am Fangkopf sollte unsichtbar sein. Erst wenn der Rauch etwas entfernt ist, kann dieser in weißer Farbe sichtbar werden. Kommt er bereits als weißer Nebel aus der Fangmündung, ist der Taupunkt schon im Fanginneren unterschritten. Es kann zu Versottungserscheinungen kommen.
· Beim Eintritt in den Fang sollt das Rauchgas eine Temperatur von 130° C nicht unterschreiten, beim Austritt ist eine Rauchgastemperatur von ca. 60° wünschenswert.
Was ermöglicht eine optimale Holzverbrennung?
· 1. Der Brennstoff muss sowenig Feuchtigkeit wie nur möglich enthalten, deshalb muss das Brennholz gut gelagert werden.
Nur so kann garantiert werden, dass es lufttrocken in die Feuerstätte gelangt.
· 2. Eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung muss gewährleistet sein.
· 3. Zu hoher Luftüberschuss führt zu
a) hohen Zündgeschwindigkeiten. Dadurch wird der Ausbrand zum Teil in das Rauchrohr hineingezogen
b) Energieverlust, weil zu viel Luftstickstoff und nicht benötigter Luftsauerstoff mit erwärmt werden muss.
c) Abkühlung der Feuerstätte
· 4. Eine gute Durchmischung des Holzgases mit sauerstoffreicher, vorgewärmter Luft ist zur Verbrennung und Nachverbrennung
unerlässlich.
· 5. Eine hohe Feuertemperatur muss erzielt werden (700-1300° C). Nur bei diesen hohen Temperaturen ist eine vollständige Zersetzung (Pyrolyse) der Holzbestandteile möglich.
· 6. Die Brennkammer muss ausreichend groß sein, damit die langen Flammen ohne Berührung von kalten Flächen ausbrennen können.
Die drei Phasen der Holzverbrennung
1. Trocknung (bis 150° C)
In der ersten Phase der Holzverbrennung wird das im Holz gebundene Wasser verdampft. Je mehr Wasser im Holz gebunden ist, umso mehr Energie wird dazu benötigt, das Wasser zu verdampfen.
2. Entgasung (Pyrolyse) (150-550° C)
Flüchtige Holzbestandteile gehen in die Gasphase über. Trockenes Holz besteht zu ca. 85 % aus flüchtigen, brennbaren Bestandteilen. Etwa 14 % der Holzbestandteile bleiben als Holzkohle übrig, wenn die Kohlevergasungstemperatur (600-800° C) nicht erreicht wird.
3. Oxidation (400-1300° C)
Ab ca. 400° C reagieren die brennbaren Gase mit dem Luftsauerstoff. Man spricht hierbei von Oxidation. Es können Temperaturen bis 1300° C erreicht werden. Gleichzeitig wird das Gas aus der Holzkohle oxidiert, wobei ebenfalls Energie frei wird. Übrig bleibt Asche, also die nicht brennbaren Bestandteile des Holzes (0,5%-1%, je nach Rindenanteil).
Warum ist Holz so teuer ?
Eigentlich ganz einfach: Ich kauft ein Stück Buchenholz aus dem Wald 1 x 1 x 1 Meter groß. Das nennt man Festmeter - bezahle dafür bis zu 52 Euro (z.B. in Hessen im Staatsforst) und macht daraus mit viel Mühe etwa 1,8 Schüttraummeter. Ohne Arbeit und den Maschineneinsatz zu berechnen kostet der Schüttraummeter etwa 25 Euro.
Was passiert dann:
1. Das Holz muss aus dem Wald geholt werden und am Hof gelagert werden. Kosten 7 -10 Euro je srm
2. Das Holz muss gespalten, gesägt und eingelagert werden.Kosten 7 - 10 Euro je SRM
3. Das Holz muss getrocknet werden 7 -10 Euro je SRM
macht rund 25 Euro Bearbeitungskosten pro SRM
Das fertige Holz kostet den mich also 50 Euro den SRM - und immer ist die eigene Arbeitszeit noch nicht berechnet. Rein theoretisch müsste der ich zwischen 75 und 80 Euro den SRM verlangen, um auf einen halbwegs ernährenden Stundenlohn zu kommen. Von diesem Preis ziehen Sie bitte noch mal 7 % Mwst ab und falls der Betrieb Gewinn abwirft 20-30 % Einkommensteuer, weitere Abgaben wie evtl. IHK oder Versicherungen nicht mitgerechnet.
Darum ist Holz so teuer!